Im Oktober 2007 startete mit Unterstützung einer EXIST-Förderung das Projekt „kultur.unternehmen.dortmund“. Insgesamt wurden durch das Projekt bislang mehr als 60 kreativwirtschaftliche Gründungen begleitet.
Ziel des Projektes war, Hochschulangehörige und Studierende für erfolgreiche unternehmerische Tätigkeiten und Gründungen in den „Creative Industries“ fit zu machen.
Sie hatten die Möglichkeit, am kostenlosen Zertifikatsstudium „Kulturarbeit und Kreativwirtschaft“ teilzunehmen, sich bei den sogenannten „Culturepreneurship Coaches“ (Culture + Entrepreneurship) über Fördermöglichkeiten und Leistungen der Netzwerkpartner informieren und in der „Gründungswerkstatt Kreativwirtschaft“ unterstützt von Unternehmensberaterinnen und -beratern ihre Ideen zu tragfähigen Geschäftskonzepten auszuarbeiten. Wer sein Konzept auf die Probe stellen wollte, konnte drei Monate lang mietfrei „Starterbüros“ (in den Technologiezentren der Region, dem Dortmunder Depot und der B1st Software Factory) beziehen. Im Teilprojekt Finanzierung wurde ein offener Dialog zwischen Bänkern, Fördergebern, Business Angels und Kreativen ermöglicht, um die Bedarfe der Zielgruppe genauer zu identifizieren. Im Rahmen des Teilprojekts wurden spezielle Workshops und Infoveranstaltungen mit dem Schwerpunkt „Finanzierung“ veranstaltet und ein neues Tool, die „Förderfibel Kreativwirtschaft“, in Printform und als Webanwendung umgesetzt.
Die Angebote trafen in der Zielgruppe auf sehr großes Interesse. Für die Seminare im Rahmen des Zertifikatstudiums „Kulturarbeit und Kreativwirtschaft“ haben sich rund 125 Studierende eingeschrieben, die an über 40 gründungsbezogenen Lehrveranstaltungen und Projektseminaren teilnahmen. Drei Gründungswerkstätten mit 34 Gründungsteams konnten mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen werden: Aus diesen Projekten sind mehr als 20 Gründungen hervorgegangen. Die Nachfrage nach kreativwirtschaftlich ausgerichteter Gründungsberatung ist enorm: Über 200 Einzelberatungen wurden wahrgenommen. Von den 22 Nutzern der Starterbüros konnten 17 als reguläre Mieter am Standort gehalten werden; über 80 Arbeitsplätze sind aus diesen Gründungen hervorgegangen. Im Kulturhauptstadtjahr wurde außerdem im Rahmen des Teilprojekts „Forum“ eine internationale Kreativwirtschaftskonferenz mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit angeschlossener Gründungsmesse veranstaltet.
Für die neue Runde „Innovationslabor“ werden wieder die 10 innovativsten Gründungs- und Wachstumsideen von Studierenden, Wissenschaftlern und Nachwuchsunternehmern gesucht! Mehr Informationen gibt es auf der Projekthomepage www.das-innovationslabor.de